Nach der ersten Gründungsphase ist es schwierig, ohne spezielle Kenntnisse, professionelle Hilfe oder aus Zeitmangel neue Kunden zu finden. Das notwendige Wissen kann man sich im Rahmen von Seminaren, Workshops oder gezieltes Coaching aneignen.
Bei Produkten auf Basis von Forschungsergebnissen, die einen speziellen Markt ansprechen, sollen laut Erfahrungsberichten, Vertriebsmaßnahmen wie Werbepakete, Konferenzsponsoring und Anzeigen nicht erfolgreich sein. Wichtiger ist es, mit potentiellen Kunden zu kommunizieren. Empfehlungen und eine gute Internetpräsenz mit Schlüsselbegriffen (Google) können erfolgreicher sein.
Entscheidend ist es, mit guter Qualität und Professionalität Aufmerksamkeit zu erregen.
Ein weiterer Tipp ist, dass Ausgründer auch mal unkonventionelle Vertriebsideen (Guerilla-Marketing) ausprobieren sollten.
Bei der Verkaufsverhandlung mit potentiellen Kunden soll es sinnvoll sein, zuerst mit den Ingenieuren auf wissenschaftlichem Niveau zu sprechen und danach für die Einkäufer die technischen Daten aufzubereiten. Einfache Bilder und Animationen sollen hilfreiche Medien sein.
Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg auf dem Markt ist die Kundenzufriedenheit. Der Aufbau von Vertrauen bei dem Kunden ist entscheidend. Dazu sollte man ein professionelles Auftreten besitzen, kurze Antwortzeiten und einen guten Service garantieren, sowie mit dem Kunden während der Produktgestaltung zusammenarbeiten.
Bei Schwierigkeiten mit Lieferzeiten, sollte man mit den Kunden möglichst schnell und offen reden.
Ausgründer geben den Ratschlag, potentielle Kunden aktiv anzusprechen und Geschenke, Gutscheine und Grußkarten (Weihnachtskarten) sowie personalisierte Newsletter zu schicken.
Um einen Kunden von den Vorteilen eines High-Tech-Produktes zu überzeugen, sollte man die Anwender, Ingenieure und Techniker erreichen.
Die Erkenntnis der Ausgründer ist, dass es ein Fehler ist, die Preise zu niedrig zu kalkulieren. Es sei schwer, die Preise, die man Anfangs verhandelt hat, nachher zu erhöhen. Andererseits ist immer im Einzelfall zu entscheiden: auch kostenlose Dienstleistungen (Produkte) sollten erwägt werden, wenn der Kunde beispielsweise für die Zukunft einen weiteren (größeren) Mehrwert bietet.